Krebs / Angst / Tod  

Krebs / Mut / Leben



Es gibt zwei Möglichkeiten der Diagnose Krebs zu begegnen, die Hingabe in ein unabwendbares Schicksal oder die Entscheidung dem Krebs seine Daseinsberechtigung zu entziehen.

Ich arbeite seit vielen Jahren auf der therapeutischen Ebene mit an Krebs erkrankten Patienten. Die Patienten, die den Krebs erfolgreich hinter sich gelassen haben hatten eines gemeinsam, sie haben ihr bisheriges Leben hinterfragt und sind dann aktiv daran gegangen es neu zu gestalten. Einige von ihnen haben sich nebenbei schulmedizinisch und oder komplementärmedizinisch behandeln lassen, einige nicht. Die Patienten, die dem Krebsleiden erlegen sind, waren in der Regel weniger aktiv, haben ihr Leben weitgehend so weitergelebt wie bisher und sind überwiegend den schulmedizinisch üblichen Weg gegangen. Diese Darstellung soll keine Bewertung meinerseits darstellen, sondern nur zeigen, dass es mehrere Möglichkeiten gibt, mit der Diagnose Krebs umzugehen. Folgende Ausführungen zum Thema Krebs sind rein subjektiv, resultieren aus meinen therapeutischen Erfahrungen mit an Krebs erkrankten Patienten und basieren auf Schlussfolgerungen die ich persönlich daraus gezogen habe.

Ich arbeite komplementärmedizinisch, bin aber ein absoluter Verfechter der interdisziplinären Behandlungsweise, also: Alle ziehen an einem Strang, zum Wohle des Patienten. Wir werden von unserer Geburt an geprägt von Meinungen anderer Menschen, die unserer freien Entwicklung von Anfang an im Wege stehen. Eltern, Lehrer, Freunde usw. Menschen also, die es in der Regel gut mit uns meinen. Alle meinen zu wissen was richtig für uns ist und lenken von dem ab weswegen wir eigentlich auf diese Erde gekommen sind. Es liegt nun an uns selbst, uns immer wieder daran zu erinnern, was wir eigentlich vom Leben wollen und nicht zur Projektionsfläche anderer Menschen zu werden. Ein fast unmögliches Unterfangen werden Sie sagen, vielleicht, es ist aber die Weichenstellung für ein erfülltes oder unerfülltes Leben und egal wann wir die Kurve bekommen, es entscheidet über den weiteren Verlauf unseres Lebens.

Wir können uns frei entfalten, unseren Neigungen und Talenten nachgehen, der Welt und den Menschen Dienste erweisen und dazu beitragen ein harmonisches Zusammenwirken von Mensch, Tier und Natur zu fördern oder wir können immer mit dem Gefühl nicht authentisch zu sein leben. Dieses allerdings führt über kurz oder lang zu einer chronischen Krankheit wie zum Beispiel Krebs. Es gibt keine Alternative, entweder wir leben unser Inneres oder unser Inneres lebt sich in Krankheit aus. Je länger wir das Leben Anderer leben, umso mehr fremde Glaubenssätze und Verhaltensweisen konditionieren sich in unserem System. Konditionen und Verhaltensweisen zu löschen beziehungsweise zu überlagern hat sich als die schwerste Aufgabe im Leben von uns Menschen erwiesen, an der wir immer wieder scheitern. Menschen sind oft eher bereit an einer Krankheit zu sterben, als sie bereit sind ihr Leben zu ändern. Es klingt im ersten Augenblick paradox, dass ein Mensch der am Leben hängt nicht bereit ist es für seine Genesung zu ändern, selbst wenn es objektiv viel besser laufen würde, es zeigt aber auch, wie mächtig konditionierte Gewohnheiten und Verhaltensweisen sind. Alte Gewohnheiten und Verhaltensweisen zu ändern ist in uns Menschen so extrem Angstbesetzt, dass es sich im nach hinein erklärt, dass der Mensch über nichts mehr zu manipulieren ist, als über die Angst.

 Angst essen Seele auf, ein Filmtitel von Rainer Werner Fassbinder beleuchtet das Thema Angst sehr gut und zeigt, dass Angst paralysiert, vernichtet und einem selbstverantwortlichen Leben konträr gegenübersteht.

Der Wirtschaftszweig Gesundheit und hier führend die Krebsindustrie, hat sich zum weltweit größten Wirtschaftszweig entwickelt. Die im Laufe von Jahrzehnten aufgebaute gigantische Gelddruckmaschine, welche sich die Angst der Menschen vor Krebs zunutze macht, kann zu keiner Lösung der Krankheit Krebs führen, weil die Lösung gleichzeitig ihr eigener Tod wäre. Auch keine Regierung dieser Welt kann hier intervenieren, weil einfach zu viel Geld also Macht auf dem Spiel steht. Regierungen bei denen Wachstum und Gewinnmaximierung alternativlos sind, können nur zusehen, wie eine Krebsindustrie immer größer wird. Dass einzige Interesse der Krebsindustrie liegt darin, immer mehr Krebskranke durch immer bessere bildgebende Verfahren und immer früher angesetzte Vorsorgeuntersuchungen bzw. Früherkennungsverfahren zu produzieren. Diese Patienten sollen weder geheilt werden noch sollen sie sterben, sondern sie sollen so lange wie möglich  in dieser Krankheit gehalten werden.

Die Lösung einer Krebsheilung liegt also in uns selbst und die Schulmedizin wird zur komplementären Instanz. Die jahrelange Arbeit mit an Krebs erkrankten Patienten hat gezeigt, dass die Ursache eines Krebsleidens oft im psychisch - seelischen Bereich liegt, selbst vordergründig physische Ursachen haben ihren Nährboden im psychisch - seelischen Bereich. Wenn Menschen zum Beispiel oft computertomographischen Untersuchungen mit starker Strahlenbelastung unterzogen werden, entwickeln einige von ihnen nach vielen Jahren einen vermutlich daraus resultierenden Krebs, einige nicht. Untersuchungen zeigen hier, dass diejenigen, die nicht an Krebs erkranken sozial gut eingebunden sind, die Anderen weniger. Der Keim einer Krebserkrankung liegt oft im psychisch - seelischen Bereich und nur hier können dem entsprechend auch Heilungsansätze greifen, womit wir wieder beim Interdisziplinären wären.

Anfangen sollten wir damit uns zu reflektieren und dabei  ehrlich mit uns selbst zu sein, das beinhaltet alle im eigenem Bewusstsein liegenden Thematiken wie Verdrängung, Selbstbetrug, Ängste usw. Wir müssen zwingend alles ehrlich angehen was unsere Bedürfnisse Emotionen, Gedanken und Neigungen incl. Schatten betrifft. Ich bin mittlerweile überzeugt davon, dass kaum ein Mensch Krebs bekommen würde, wenn wir authentisch und ehrlich unsere Bedürfnisse leben und kommunizieren würden. Das ist sicherlich nicht einfach aber durchaus möglich. Und mal ganz ehrlich, ist es nicht besser die Dinge anzugehen, als sich mit einer Krebserkrankung auseinander zu setzen? Das Problem ist, dass wir alle hoffen, der Krebs wird uns nicht erwischen und wir können uns Zeit lassen die Dinge anzugehen. Wenn wir warten bis der Krebs uns erwischt hat, sind wir oft schon so gefangen von konditionierten Denk,- und Verhaltensweisen, plus die Angst durch die Diagnose, dass es schwer ist diese Dinge anzugehen. Manches Mal ist es so schwer, dass wir das Sterben vorziehen, weil es einfacher erscheint.

Jeder Mensch wird ein Ändern seiner Lebensgewohnheiten dem Sterben vorziehen sagen Sie??? Schauen Sie mit offenen Augen und offenem Herzen um sich herum und Sie werden erkennen, dass das ein Irrtum ist. Die Welt ist voll von Menschen, die alles Mögliche Leben, nur nicht ihr eigenes Leben. Wir werden nicht ohne Schmerzen und ohne Wunden durchs Leben kommen, sie gehören zum Leben dazu und manche Wunden werden auch nicht heilen, sie werden immer mal wieder aufbrechen aber auch das ist normal und gehört zum Leben dazu. Krebs ist aber eine Dekompensation und damit das Ende einer langen Kette von Warnschüssen, die wir übersehen, überhört, verdrängt oder eben kompensiert haben durch die legalen Kompensationsmöglichkeiten wie Alkohol Zigaretten, Fernsehen Psychopharmaka oder die nicht legalen Drogen aller Art. Bevor sich ein Krebs manifestiert, ist schon vieles in unserem Leben passiert, dass durch eine Intervention hätte vermieden oder korrigiert werden können. Es geht hier keineswegs darum Schuld zuzuweisen und dem Krebspatienten für seine Krankheit verantwortlich zu machen aber letztendlich sind wir alle selbst verantwortlich für die Gestaltung unseres Lebens. Wie können wir unser Leben nun gestalten um die Krankheit Krebs und alle anderen chronischen Krankheiten und den damit in Zusammenhang stehenden Widrigkeiten auf dieser Erde unnötig zu machen? Die radikalste und schnellste Lösung um ein Paradies auf Erden zu schaffen, in dem alle Menschen genug zu essen und zu trinken haben, kein Tier gequält wird um menschlichen Genüssen zu dienen und alle Menschen glücklich und zufrieden miteinander leben könnten, wäre neben Authentizität und Ehrlichkeit eine vegane Lebensweise soweit sie lebensräumlich möglich ist.

Menschen, die sich schon lange mit dieser Vision von einer besseren Welt beschäftigen haben errechnet, dass eine komplette Umstellung auf eine 100 prozentige vegane Lebensweise der Menschheit etwa 20 Jahre dauern würde. Die Fleisch und Milchindustrie würde mit der Zeit andere Einnahmequellen finden und der jetzige Tierbestand würde sich auf natürliche Weise auf ein harmonisches Miteinander von Menschen und Nutztieren einstellen. Die Böden hätten sich regeneriert für einen biologisch dynamischen Obst und Gemüseanbau. Die Machtverhältnisse hätten sich relativiert und das Paradies auf Erden wäre Wirklichkeit geworden. Was dem Ganzen im Augenblick noch entgegen steht sind die 5 Prozent der Menschen, die ca. 95 Prozent des gesamten Geldvermögens der Welt halten. Für sie wäre diese Vision im Augenblick noch eine Horror Vision aber als Argument um von dieser Vision abzulassen taugt es nicht.

Es ist wie mit der Pharmaindustrie, der Waffenindustrie, der Fleisch und Milchindustrie usw. usw. Sie brauchen Menschen, denen sie ihre Produkte verkaufen können, ansonsten gibt es für sie nichts zu verdienen. Es ist nun an uns Menschen die für eine vegane Revolution bereit wären eine Lobby in einer Größe zu erschaffen, an der keiner mehr vorbei kommt. Ausgangspunkte zu einer Lobby in solch einer Größe wären zum Beispiel Institutionen wie PETA, Pro Vegan, Amnesty International usw. welche als Keimzellen fungieren könnten, welche sich im Laufe der Zeit explosionsartig ausbreiten dürften. Ich bin überzeugt davon, dass es mittlerweile ein riesiges inaktives Potential an Menschen gibt, die nur auf ihren Weckruf warten. Ich glaube ganz fest daran, dass die Welt reif für eine Kulturrevolution ungeahnten Ausmaßes ist. Die derzeitige Flüchtlingswelle, die sich zu einer Völkerwanderung ausdehnen wird, ist eine große Chance diese Kulturrevolution anzustoßen. Wir sollten diese Gelegenheit nicht an uns vorbei gehen lassen. Wir haben schon zu viele Chancen verpasst, zu viele Fehler wieder und wieder begangen. Der Tag wird kommen, an dem nicht mehr wir Menschen entscheiden, sondern eine höhere Macht das Projekt Mensch endgültig für gescheitert erklärt.

 Es gibt viel zu tun, packen wir es an.